Sauna: wie gesund sie ist und wie oft pro Woche
Von Martin Höllinger· Stand · Lesezeit 11 Minuten
Die wichtigste Zahl zur Sauna stammt aus Ostfinnland. 2.315 Männer zwischen 42 und 60 Jahren wurden im Mittel 20,7 Jahre lang beobachtet. Von jenen, die einmal pro Woche in die Sauna gingen, starben in dieser Zeit 49,1 Prozent, bei zwei bis drei Saunagängen 37,8 Prozent, bei vier bis sieben 30,8 Prozent. Das Risiko für einen plötzlichen Herztod war in der Gruppe mit den meisten Saunagängen nach Abzug bekannter Risikofaktoren um 63 Prozent niedriger.
Das ist eine Beobachtung und kein Beweis. Niemand wurde der Sauna per Los zugeteilt, und eine Vergleichsgruppe ganz ohne Sauna gab es nicht. Eine kontrollierte Studie dazu ist klein: 47 Erwachsene, acht Wochen. Wer nach dem Training 15 Minuten in die Sauna ging, hatte am Ende einen um 8 mmHg niedrigeren oberen Blutdruckwert als die Gruppe, die nur trainierte.
Die finnische Studie in Zahlen
Die Kuopio-Studie ist eine Langzeitbeobachtung zu Risikofaktoren für Herzkrankheiten in Ostfinnland. Laukkanen et al., JAMA Internal Medicine 2015, werteten daraus 2.315 Männer aus, die zwischen 1984 und 1989 untersucht und nach ihren Saunagewohnheiten gefragt worden waren. In den folgenden 20,7 Jahren starben 929 von ihnen.
| Saunagänge pro Woche | Männer | Gestorben | Herz-Kreislauf-Tod | Plötzlicher Herztod |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 601 | 49,1 % | 22,3 % | 10,1 % |
| 2 bis 3 | 1.513 | 37,8 % | 16,4 % | 7,8 % |
| 4 bis 7 | 201 | 30,8 % | 12,0 % | 5,0 % |


Die Prozentwerte sind Rohzahlen. Nach Berücksichtigung der bekannten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren blieb der Zusammenhang bestehen: Für den plötzlichen Herztod lag das Risiko bei zwei bis drei Saunagängen um 22 Prozent niedriger, was statistisch nicht gesichert war, und bei vier bis sieben um 63 Prozent niedriger.
Auch die Dauer spielte eine Rolle. Männer, die länger als 19 Minuten in der Sauna blieben, hatten ein um 52 Prozent niedrigeres Risiko für plötzlichen Herztod als jene, die weniger als 11 Minuten blieben. Für die Gesamtsterblichkeit zeigte sich bei der Dauer kein Zusammenhang.
Frauen, Bluthochdruck, Schlaganfall, Demenz
Die erste Auswertung enthielt nur Männer. Spätere Arbeiten derselben Forschungsgruppe haben die Frage erweitert.
| Endpunkt | Wer | Dauer | Ergebnis bei 4 bis 7 gegenüber 1 Saunagang pro Woche |
|---|---|---|---|
| Herz-Kreislauf-Tod | 1.688 Personen, 51,4 % Frauen, 53 bis 74 Jahre | 15,0 Jahre | Risiko um 77 % niedriger |
| Bluthochdruck | 1.621 Männer ohne Bluthochdruck | 24,7 Jahre | Risiko um 47 % niedriger |
| Schlaganfall | 1.628 Männer und Frauen | 14,9 Jahre | Risiko um 62 % niedriger |
| Demenz | 2.315 Männer | 20,7 Jahre | Risiko um 66 % niedriger |
Quellen in Reihenfolge der Zeilen: Laukkanen et al. 2018, Zaccardi et al. 2017, Kunutsor et al. 2018, Laukkanen et al. 2017.
In der Studie mit Frauen war der Zusammenhang für die Frauen allein statistisch nicht gesichert; die Autoren führen das auf die geringe Zahl der Todesfälle zurück. Einen Unterschied zwischen den Geschlechtern fand der Test darauf nicht. Die Arbeit liefert auch Angaben zur Sauna selbst: mittlere Temperatur 75,9 Grad, ein Saunagang im Mittel 13 Minuten. Als üblich nennt sie 80 bis 100 Grad auf Kopfhöhe bei 10 bis 20 Prozent Luftfeuchtigkeit und eine Dauer von 5 bis 20 Minuten.
Was diese Zahlen nicht beweisen
Alle Ergebnisse stammen aus einer einzigen Region und einer einzigen Kohortenstudie. Die vier Auswertungen in der Tabelle und die Sterblichkeitsstudie greifen auf die Kuopio-Studie in Ostfinnland zurück, die Frauen erst elf Jahre nach dem Start aufnahm.
Es gibt keine Gruppe ohne Sauna. Verglichen wurde ein Saunagang pro Woche mit mehreren. In der Studie mit Frauen gingen von 1.688 Personen nur 43 gar nicht in die Sauna. Über den Unterschied zwischen keiner Sauna und einer Sauna sagen die Daten nichts.
Wer oft in die Sauna geht, unterscheidet sich. In der Studie mit Frauen waren die häufigen Saunagänger jünger und öfter Männer, sie hatten aber auch einen höheren BMI und tranken mehr Alkohol. Die Autoren haben solche Unterschiede herausgerechnet, so weit sie gemessen waren. Was nicht gemessen wurde, lässt sich nicht herausrechnen. Denkbar ist etwa, dass häufiger in die Sauna geht, wer sich gesund genug dafür fühlt.
Es wurde einmal gefragt. Die Saunagewohnheiten wurden zu Beginn erhoben und für die folgenden 15 bis 25 Jahre als gegeben angenommen.
Was im Körper messbar passiert
Für die kurzfristige Wirkung gibt es Messungen. Laukkanen et al., Journal of Human Hypertension 2018, setzten 102 Personen mit mindestens einem Herz-Kreislauf-Risikofaktor für 30 Minuten in eine Sauna mit 73 Grad. Der Blutdruck sank von durchschnittlich 137 zu 82 auf 130 zu 75 mmHg. Die Pulswellengeschwindigkeit, ein Maß für die Steifigkeit der Gefäße, fiel von 9,8 auf 8,6 Meter pro Sekunde. Der obere Blutdruckwert blieb auch nach 30 Minuten Erholung niedriger als zuvor.
Eine randomisierte Studie über mehrere Wochen ist klein. Lee et al., American Journal of Physiology 2022, teilten 47 wenig aktive Erwachsene mit mindestens einem Risikofaktor in drei Gruppen: Training, Training mit 15 Minuten Sauna danach, keine Veränderung. Nach acht Wochen hatte die Saunagruppe gegenüber der reinen Trainingsgruppe einen um 8,0 mmHg niedrigeren systolischen Blutdruck, ein niedrigeres Gesamtcholesterin und eine um 2,7 ml/kg/min höhere Ausdauerleistung. Eine Gruppe, die nur in die Sauna ging, gab es nicht.
Wie oft, wie lange, wie heiß
Ein geprüftes Protokoll gibt es nicht. Aus den Studien lässt sich ablesen, in welchem Bereich die Daten liegen.
- Häufigkeit: Zwei bis drei Saunagänge pro Woche waren in der Kohorte die größte Gruppe. Die niedrigsten Raten hatte die Gruppe mit vier bis sieben. Der Zusammenhang verlief in der Studie mit Frauen ohne erkennbare Schwelle.
- Dauer: 5 bis 20 Minuten pro Saunagang, im Mittel 13.
- Temperatur: Im Mittel rund 76 Grad. Die Zahlen gelten für die trockene finnische Sauna.
- Trinken: Der Gewichtsverlust in der Sauna ist Flüssigkeit und gehört ersetzt. In einer Studie mit 674 Studierenden verloren Menschen mit höherem BMI mehr.
- Kein Alkohol. Alkohol in der Sauna erhöht nach einer Übersicht im American Journal of Medicine das Risiko für Blutdruckabfall, Rhythmusstörungen und plötzlichen Tod.
Sauna und Erkältung
Zur Vorbeugung gibt es eine oft zitierte, kleine Studie. Ernst et al., Annals of Medicine 1990, ließen 25 Freiwillige sechs Monate lang regelmäßig in die Sauna gehen, 25 weitere verzichteten darauf. In der Saunagruppe traten weniger Erkältungen auf, in den letzten drei Monaten etwa halb so viele. Dauer und Schwere der Erkältungen unterschieden sich nicht. Die Autoren selbst verlangen weitere Studien.
Für die Sauna während einer Erkältung gibt es keine Studie, nur ärztliche Einschätzungen. Hans Jörg Neumann, Primar am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt, unterscheidet drei Fälle:
- Fieber oder schwere Beschwerden: auf keinen Fall. Es droht ein Kreislaufkollaps.
- Leichter Schnupfen, leichte Halsschmerzen bei Geübten: eine milde Form wie Kräutersauna oder Dampfbad statt der finnischen Sauna, viel trinken.
- Ungeübte: nicht verkühlt mit der Sauna beginnen.
Infrarotkabine und Dampfbad
Die finnischen Daten beziehen sich auf eine heiße, trockene Sauna mit Aufguss. Die Autoren der Studie mit Frauen schreiben selbst, dass sich die Ergebnisse nicht auf Dampfbäder oder Warmwasseranwendungen mit niedrigeren Temperaturen übertragen lassen.
Zur Infrarotkabine gibt es keine vergleichbare Langzeitstudie. Beever, Canadian Family Physician 2009, fand neun brauchbare Arbeiten und fasst zusammen: begrenzte Belege für eine Wirkung auf den Blutdruck und bei Herzschwäche, je eine einzelne Studie zu chronischen Schmerzen, zum chronischen Erschöpfungssyndrom und zu Übergewicht, und übereinstimmende Belege gegen eine Senkung des Cholesterins. Die Versprechen der Hersteller sind danach nur zu einem kleinen Teil gedeckt.
Wer nicht in die Sauna sollte
Die Übersicht von Hannuksela und Ellahham nennt drei Gegenanzeigen: instabile Angina pectoris, einen kurz zurückliegenden Herzinfarkt und eine schwere Verengung der Aortenklappe. Für die meisten Menschen mit stabiler koronarer Herzkrankheit oder einem länger zurückliegenden Infarkt gilt die Sauna danach als sicher. Bei Neurodermitis kann das Schwitzen den Juckreiz verstärken.
Zur Schwangerschaft gibt es Messdaten. Ravanelli et al., British Journal of Sports Medicine 2019, werteten zwölf Studien mit zusammen 347 Schwangeren aus. Sie betrafen Sport an Land und im Wasser, heiße Bäder und die Sauna; die Saunadaten stammen nur aus einem Teil der Studien. Als kritisch gilt eine Körperkerntemperatur ab 39,0 Grad. Keine Teilnehmerin erreichte sie. In der Sauna lag der höchste Mittelwert bei 37,6 Grad. Die Autoren folgern, dass bis zu 20 Minuten in einer trockenen Sauna mit 70 Grad in jedem Stadium der Schwangerschaft unter dieser Schwelle bleiben.
Wer eine Herz-Kreislauf-Erkrankung hat, klärt die Sauna vorher ärztlich ab; das rät auch der Klagenfurter Primar.
Studienlage
| Ergebnis | Wer und wie viele | Vergleich | Dauer | Gemessen | Studientyp | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verstorben: 30,8 % bei 4 bis 7 Saunagängen pro Woche, 37,8 % bei 2 bis 3, 49,1 % bei einem. Plötzlicher Herztod bei 4 bis 7 Gängen 0,37-fach (0,18 bis 0,75), bei 2 bis 3 Gängen 0,78-fach (0,57 bis 1,07) | 2.315 Männer von 42 bis 60 Jahren aus Ostfinnland; 201 mit 4 bis 7 Gängen, 601 mit einem | häufige gegen einmal wöchentliche Sauna, einmal zu Beginn erfragt | 20,7 Jahre im Median | Todesfälle, 929 insgesamt | Beobachtung | Laukkanen et al., JAMA Intern Med 2015 |
| Herz-Kreislauf-Todesfälle bei 4 bis 7 Gängen 0,23-fach (0,08 bis 0,65), bei 2 bis 3 Gängen 0,75-fach (0,52 bis 1,08) | 1.688 Personen von 53 bis 74 Jahren, 51,4 % Frauen | wie oben | 15,0 Jahre im Median | 181 Herz-Kreislauf-Todesfälle | Beobachtung, dieselbe finnische Kohorte | Laukkanen et al., BMC Med 2018 |
| Neuer Bluthochdruck bei 4 bis 7 Gängen 0,53-fach (0,28 bis 0,98), bei 2 bis 3 Gängen 0,83-fach (0,59 bis 1,18) | 1.621 Männer von 42 bis 60 Jahren ohne Bluthochdruck | wie oben | 24,7 Jahre im Median | 251 Neuerkrankungen | Beobachtung, dieselbe Kohorte | Zaccardi et al. 2017 |
| Schlaganfall bei 4 bis 7 Gängen 0,38-fach (0,18 bis 0,81) | 1.628 Männer und Frauen von 53 bis 74 Jahren ohne Schlaganfall | wie oben | 14,9 Jahre im Median | 155 Schlaganfälle | Beobachtung, dieselbe Kohorte | Kunutsor et al., Neurology 2018 |
| Demenz bei 4 bis 7 Gängen 0,34-fach (0,16 bis 0,71), bei 2 bis 3 Gängen 0,78-fach (0,57 bis 1,06) | 2.315 Männer von 42 bis 60 Jahren | wie oben | 20,7 Jahre im Median | 204 Demenzdiagnosen | Beobachtung, dieselbe Kohorte | Laukkanen et al., Age Ageing 2017 |
| Systolischer Blutdruck minus 8,0 mmHg (minus 14,6 bis minus 1,4), Sauerstoffaufnahme plus 2,7 ml pro kg und Minute (0,2 bis 5,3) | 47 wenig aktive Erwachsene, im Mittel 49 Jahre, mit mindestens einem Risikofaktor | Training plus 15 Minuten Sauna danach gegen Training allein; dritte Gruppe ohne beides | 8 Wochen | Hauptendpunkte: Blutdruck und Ausdauerleistung | Randomisiert, drei Gruppen | Lee et al. 2022 |
| Systolischer Blutdruck von 137 auf 130 mmHg, diastolischer von 82 auf 75 mmHg, Pulswellengeschwindigkeit von 9,8 auf 8,6 m/s | 102 Personen, im Mittel 52 Jahre, 56 % Männer, mit mindestens einem Risikofaktor | Messung vor und nach einem Saunagang von 30 Minuten bei 73 Grad, keine Kontrollgruppe | ein Saunagang, Nachmessung nach 30 Minuten | Blutdruck, Gefäßsteifigkeit, Blutwerte | Vorher-nachher-Messung | Laukkanen et al., J Hum Hypertens 2018 |
| Weniger Erkältungen, in den letzten drei Monaten etwa halb so viele; Dauer und Schwere gleich. Zahl in der Zusammenfassung nicht angegeben | 50 Freiwillige, je 25 | regelmäßige Sauna gegen Verzicht | 6 Monate | Häufigkeit, Dauer und Schwere von Erkältungen | Kontrollierte Studie; Zuteilung per Los in der Zusammenfassung nicht genannt | Ernst et al. 1990 |
| Kerntemperatur Schwangerer in der Sauna im Mittel höchstens 37,6 Grad (37,5 bis 37,7); keine Frau erreichte 39,0 Grad | 12 Studien mit 347 Schwangeren zu Sport, Bad und Sauna; Saunadaten nur aus einem Teil | Sauna mit 70 Grad und 15 % Luftfeuchte bis 20 Minuten | einzelne Anwendungen | Körperkerntemperatur, keine Daten zum Kind | Systematische Übersicht | Ravanelli et al. 2019 |
| Infrarotkabine: begrenzte Belege für Blutdruck und Herzschwäche, schwache aus je einer Studie für Erschöpfungssyndrom und Übergewicht; gegen eine Senkung des Cholesterins sprechen die Daten | 9 Arbeiten | unterschiedlich | unterschiedlich | Risikofaktoren für Herz und Kreislauf | Übersichtsarbeit | Beever 2009 |
In Klammern steht, wo angegeben, das 95-%-Konfidenzintervall.
Österreich
Öffentliche Saunabäder in Wien: Der Eintritt in die Saunabäder der Stadt kostet für Erwachsene 17,70 Euro für fünf Stunden, ermäßigt und als Abendkarte für die letzten zweieinhalb Stunden 14,40 Euro, jede weitere Stunde 3,60 Euro (Preise der städtischen Bäder, Stand 22. Juli 2026).
Vor dem ersten Saunagang: Blutdruck und Herz werden bei der kostenlosen Gesundenuntersuchung kontrolliert. Ein EKG ist dort nicht enthalten.
Häufige Fragen
Ist Sauna gesund?
In finnischen Langzeitstudien hatten Menschen mit häufigen Saunagängen ein niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf-Tod, Bluthochdruck, Schlaganfall und Demenz. Das sind Beobachtungen, keine Beweise für eine Ursache. Gemessen ist eine kurzfristige Senkung von Blutdruck und Gefäßsteifigkeit nach einem Saunagang, und in einer kleinen kontrollierten Studie ein niedrigerer Blutdruck nach acht Wochen Sauna im Anschluss an das Training. Für die meisten gesunden Erwachsenen gilt die Sauna als gut verträglich.
Wie oft pro Woche sollte man in die Sauna gehen?
Eine geprüfte Empfehlung gibt es nicht. In der finnischen Studie gingen die meisten Männer zwei- bis dreimal pro Woche, die niedrigsten Sterberaten hatte die Gruppe mit vier bis sieben. Verglichen wurde immer mit einem Saunagang pro Woche, nicht mit keinem.
Wie lange sollte ein Saunagang dauern?
Üblich sind 5 bis 20 Minuten. In der finnischen Studie mit Männern und Frauen dauerte ein Saunagang im Mittel 13 Minuten bei rund 76 Grad. Männer, die länger als 19 Minuten blieben, hatten ein niedrigeres Risiko für plötzlichen Herztod als jene mit weniger als 11 Minuten; bei der Gesamtsterblichkeit zeigte sich für die Dauer kein Zusammenhang.
Ist Sauna bei Erkältung gut?
Zur Vorbeugung gibt es eine kleine Studie: 25 regelmäßige Saunagänger hatten in sechs Monaten weniger Erkältungen als 25 Kontrollpersonen. Bei einer bestehenden Erkältung rät ein Kärntner Primar Ungeübten ab und empfiehlt Geübten mit leichtem Schnupfen eine milde Sauna oder ein Dampfbad statt der finnischen. Mit Fieber oder starken Beschwerden ist die Sauna tabu, und wer ansteckend ist, bleibt einer öffentlichen Sauna fern.
Darf man schwanger in die Sauna?
Eine Übersicht über zwölf Studien mit zusammen 347 Schwangeren zu Sport, heißen Bädern und Sauna fand keinen Fall, in dem die Körperkerntemperatur 39 Grad erreichte; nur ein Teil der Frauen wurde in der Sauna untersucht. In einer trockenen Sauna mit 70 Grad blieb die Temperatur bis zu 20 Minuten lang darunter. Gemessen wurde die Körpertemperatur, nicht der Verlauf der Schwangerschaft. Eine ältere Übersicht nennt die Sauna bei unkomplizierter Schwangerschaft gesunder Frauen sicher. Bei Komplikationen entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
Verbrennt man in der Sauna Kalorien oder nimmt man ab?
Was die Waage nach der Sauna weniger anzeigt, ist Flüssigkeit. Eine Studie mit 674 Studierenden maß den Gewichtsverlust nach zwei Saunagängen von je zehn Minuten, um daraus abzuleiten, wie viel getrunken werden sollte. Menschen mit höherem BMI verloren mehr Flüssigkeit.
Wofür ist eine Infrarotkabine gut?
Die Datenlage ist dünn. Eine Übersicht fand neun Studien: begrenzte Belege für eine Wirkung auf Blutdruck und bei Herzschwäche, je eine einzelne Studie zu chronischen Schmerzen, Erschöpfungssyndrom und Übergewicht, und Belege gegen eine Senkung des Cholesterins. Die finnischen Langzeitdaten beziehen sich auf die heiße, trockene Sauna und lassen sich nicht übertragen.
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